Weihnachtsgrüße der Landesbeauftragten

Sehr geehrte Damen und Herren,

liebe Leserinnen und Leser dieser Homepage,

das Jahr 2021 neigt sich dem Ende zu – Zeit für mich, ein paar Momente und Entwicklungen Revue passieren zu lassen.

Noch immer hält die Corona-Pandemie uns in Atem. Zudem zeigen politische Veränderungen, dass etwas im Aufbruch ist.

Erinnern wir uns an das erste Quartal des Jahres 2021, so kommen Bilder der US-Präsidentschaftswahl in unseren Kopf. Mit Entsetzen haben Demokratinnen und Demokraten weltweit den Sturm auf das Kapitol verfolgt. Anhängerinnen und Anhänger des abgewählten Präsidenten Donald Trump besetzten das hohe Haus. Infolgedessen kamen fünf Menschen ums Leben, zahlreiche Menschen wurden verletzt. Es waren erschütternde Bilder, die uns aus Washington erreichten. Einmal mehr wurde klar, dass die Gemäßigten und moderaten Stimmen weltweit dringender denn je gebraucht werden, um Verschwörungstheorien, Polarisierung und Hass entgegenzutreten. Das sehen wir auch, wenn wie in Sachsen derzeit Fackelmärsche zu den Privatwohnungen von Politikerinnen und Politikern erfolgen – wir müssen uns denen in den Weg stellen, die glauben, dass Einschüchterung uns vom richtigen Weg abbringt und den Dialog mit denen suchen, die für rationale Argumente noch erreichbar sind. Denn, wie sagte der ehemalige Bundespräsident Richard von Weizsäcker:

„Demokratische Freiheit ist auch in stürmischen Zeiten der beste Kompass.“

Der Begriff Freiheit bekommt in der Corona-Pandemie eine ganz neue Bedeutung. Freiheit impliziert in diesen Zeiten auch die Pflicht, den Schutz unserer Mitmenschen zu priorisieren. Für uns als Gesellschaft ist und bleibt Solidarität elementar. Denn auch jetzt sehen wir wieder, dass wir nur gemeinsam den Kampf gegen das heimtückische Virus, das deutschlandweit bisher 100.000 Todesopfer gefordert hat, gewinnen können.

Auch für die Migrationspolitik birgt die Pandemie weiterhin Herausforderungen.

Sprachkurse konnten und können auch jetzt noch nicht in der Form stattfinden, wie diese notwendig sind und auch viele andere Beratungsangebote konnten nicht wie gewünscht durchgeführt werden. Es fehlte vielerorts auch an ausreichendem technischem Equipment und Internetanschlüssen für Menschen mit Flucht- und Zuwanderungsbiografie. Damit die Pandemie uns im Bereich Migration und Teilhabe nicht um Jahre zurückwirft, haben sowohl die Landes- als auch die neue Bundesregierung bereits Maßnahmen ergriffen. In Niedersachsen konnten wir beispielsweise drohende Kürzungen im Haushalt für die Jahre 2022/23 im Bereich Migration und Teilhabe stoppen. In einem gemeinsamen Kraftakt der Regierungsfraktionen ist es uns gelungen, die fehlenden Mittel für die Fortführung dringender Integrationsmaßnahmen zu kompensieren – ein großer Erfolg, der uns in Niedersachsen unter anderem den Erhalt unserer gut funktionierenden Strukturen in der Migrationsberatung sichert.

Als Landesbeauftragte für Migration und Teilhabe habe ich mich hierfür besonders vehement eingesetzt. Die Beraterinnen und Berater leisten mit ihrer Expertise täglich Großartiges, um Migrantinnen und Migranten dabei zu unterstützten, bei uns in Niedersachsen anzukommen und sich eine eigene Existenz aufzubauen. Ihnen allen sei an dieser Stelle ausdrücklich gedankt!

Zudem nimmt Niedersachsen 25 Millionen Euro für ein Sofortprogramm in die Hand, um Kindern und Jugendlichen zu helfen. Das Geld soll Freizeitangebote fördern und dazu beitragen, dass Kinder und Jugendliche sich in Zukunft wieder uneingeschränkt ausleben können. Insbesondere den Familien, die es bereits vor der Pandemie schwer hatten, wird das sogenannte Zukunftsprogramm der Landesregierung helfen. Das ist ein sehr wichtiger Schritt, der auch für Familien mit Flucht- und Zuwanderungsbiografie entscheidende Entlastung und Unterstützung bringen kann.

Des Weiteren stimmt auch der Kurs der neuen Bundesregierung in Bezug auf das Thema Migration optimistisch.

Es zeigt sich deutlich, dass die neue Regierung sich ausdrücklich dazu bekennt, dass Deutschland ein Einwanderungsland ist. Im Koalitionsvertrag wird beispielsweise das Thema Einbürgerungen benannt – diese sollen nun bereits nach fünf statt erst nach acht Jahren möglich sein, bei besonderen Integrationsleistungen sogar nach drei Jahren. Auch die Anerkennung von ausländischen Bildungs- und Berufsabschlüssen soll vereinfacht und beschleunigt werden – ein Aspekt, den wir auch in Niedersachsen oft angeregt haben. Als Landesbeauftragte für Migration und Teilhabe freue ich mich über viele progressive Ansätze im Bereich Migration und begrüße auch die neue Staatsministerin für Integration, Reem Alabali-Radovan, herzlich in Ihrem Amt.

Mit diesen Rück- und Ausblicken auf das Jahr 2021 und darüber hinaus wünsche ich Ihnen, liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger, eine besinnliche Weihnachtszeit. Für den Ausklang des Jahres wünsche ich uns allen zudem Zuversicht und Gesundheit und schließe mit den folgenden Worten von Martin Luther King, die uns auch im Jahr 2022 tragen können:

„Die Botschaft von Weihnachten: Es gibt keine größere Kraft als die Liebe. Sie überwindet den Hass wie das Licht die Finsternis.“

Internationaler Tag der Migrantinnen und Migranten am 18.12.2021

Die Landesbeauftragte für Migration und Teilhabe, Doris Schröder-Köpf, erinnert heute – am Internationalen Tag der Migrantinnen und Migranten – an die niedersächsische Geschichte und hebt hervor, wie sehr Niedersachsen durch Migration seit Jahrzehnten bereichert und geprägt wurde.

Landesbeauftragte gratuliert Jesidinnen und Jesiden herzlich zum Ida-Ezî Fest

Heute feiern Jesidinnen und Jesiden weltweit ihr Fest zu Ehren Gottes, das Ida-Ezî-Fest. Nach den vorangegangenen drei Wochen des Fastens bildet das Fest den Höhepunkt der Feierlichkeiten. Die Ursprünge des Festes reichen weit zurück. Gefeiert wird unter anderem das Ende der kurzen Tage und langen Nächte. In Gedanken sind viele auch bei den Jesidinnen und Jesiden, die sich weltweit auf der Flucht oder in Gefangenschaft befinden.

Doris Schröder-Köpf, Landesbeauftragte für Migration und Teilhabe, sendet herzliche Wünsche zum Ida-Ezî-Fest:

„Am heutigen Tag der Wintersonnenwende feiern unsere jesidischen Mitbürgerinnen und Mitbürger Ihr Ida-Ezî Fest. Nach dem Fasten wünsche ich Ihnen eine besinnliche Zeit im Kreise der Familie. Wenngleich wir aufgrund der Pandemie alle weiterhin achtsam sein müssen, hoffe ich doch, dass Sie gemeinsam Kraft tanken können und zuversichtlich in die nächsten Wochen gehen.“

Weitere Informationen zum Jesidentum finden Sie hier:

https://www.haus-der-religionen.de/de/religionen/eziden/zur-info-eziden

Immer besser gebildete Migrantinnen und Migranten zieht es nach Deutschland

Immer mehr Zuwanderer mit hohem Bildungsgrad ziehen nach Deutschland.  Das Institut für Weltwirtschaft (IfW) hat am 16.12.2021 eine Analyse von Migrationsbewegungen für 137 Herkunftsländer vorgestellt.  

Die Analyse hat die Attraktivität der Bundesrepublik als Zielland, die Einflussfaktoren auf die Migrationsentscheidung und die Entscheidung, langfristig in Deutschland zu bleiben, sowie die daraus resultierenden Zuwanderungs- und Abwanderungszahlen aufgearbeitet.

Aktuell sei der Anteil der Migrantinnen und Migranten mit niedriger Bildung, die aus der EU kommen im Vergleich zu Nicht-EU-Ländern deutlich höher. Da jedoch insbesondere die Bevölkerungsgruppe der niedriggebildeten in der EU stark altere und weltweit das Migrationspotenzial von hochgebildeten steige, verbessere sich der Bildungsgrad des Migrationspotenzials nach Deutschland. Das generelle Migrationspotenzial werde zwar stagnieren, so die Forscher, jedoch das Potenzial der Gruppe mit einem hohen Bildungsabschluss sich verdoppeln.

„Die heute vom Institut für Weltwirtschaft (IfW) veröffentlichte Analyse zur potenziellen Entwicklung von Migrationsbewegungen in die Bundesrepublik sollte uns zuversichtlich stimmen. Der Analyse zufolge nach könnte sich der Anteil von hochgebildeten Migrantinnen und Migranten in den nächsten zehn Jahren fast verdoppeln. Sie könnten schnell dem Arbeitsmarkt zur Verfügung stehen und eine Teillösung für den demographischen Wandel und die stetig ansteigenden Herausforderungen auf dem Arbeitsmarkt sein. Es ist zu hoffen, dass sich die Analyse bewahrheitet und der Arbeitsmarkt durch hochqualifizierte Zuwanderungen verstärkt werden kann.“, so die Landesbeauftragte für Migration und Teilhabe, Doris Schröder-Köpf.

Weitere Informationen zu der Studie finden Sie unter: https://www.ifw-kiel.de/de/publikationen/kieler-beitraege-zur-wirtschaftspolitik/analyse-und-prognose-von-migrationsbewegungen-0/

Podcast Museum Friedland: Jedes Kind hat ein Recht auf den heutigen Tag – geflüchtete Kinder in Deutschland

Jedes Kind hat ein Recht auf den heutigen Tag – geflüchtete Kinder in Deutschland –

Folge 4 des Museum Friedland Podcasts, die in Kooperation mit der Niedersächsischen Landesbeauftragten für Migration und Teilhabe Doris Schröder-Köpf erscheint, zeigt, dass Hilfe für geflüchtete Kinder oft in den Hintergrund gerät.

Fast die Hälfte aller geflüchteten Menschen, die seit 2015 in Deutschland eine Aufnahme gefunden haben, sind Kinder und Jugendliche. Viele von ihnen haben Traumatisches erlebt. Gleichzeitig fehlt es ihnen teils aus Unwissenheit und teils aus Scham an der passenden Unterstützung. In der aktuellen Folge des Museum Friedland Podcastes erzählen Alya, Hussein, Arafat, Mohammed und Alan, die als Kinder nach Deutschland kamen, von ihren Erfahrungen während der Flucht sowie nach ihrer Ankunft.

„Die Erfahrung von Flucht und Vertreibung ist gerade für Kinder besonders traumatisch. Leider belegen Studien, u.a. von UNICEF, dass die Bedürfnisse der Jüngsten immer noch zu wenig berücksichtigt werden,“ so Doris Schröder-Köpf. „Deswegen ist es besonders wichtig, dass sie ein besonderes Augenmerk und besondere, auf sie zugeschnittene Hilfsangebote erhalten.“

Der Podcast kann sowohl auf der Webseite des Museums, als auch überall dort, wo es Podcasts gibt, heruntergeladen werden.

Über das Museum Friedland

Das als außerschulischer Lernstandort anerkannte Museum Friedland wurde 2016 eröffnet. Es erforscht, sichert, präsentiert und vermittelt die Geschichte und Gegenwart des Grenzdurchgangslagers Friedland. Wechselausstellungen lenken in historischer und gegenwartsorientierter Perspektive zudem den Blick auf die vielschichtigen Prozesse von Abschied, Ankunft und Neubeginn im Allgemeinen sowie von Migrationspolitik, gesellschaftlicher Teilhabe, Grenzen, Identitäten und Zugehörigkeiten, Kriegsfolgen, Menschenrechten und Asyl im Speziellen.

Das Museum Friedland ist mittwochs bis sonntags zwischen 10 und 18 Uhr geöffnet. Gemäß der aktuellen niedersächsischen Corona-Verordnung ist der Besuch nach der 2G plus-Regel möglich. Für alle Fragen rund um den Besuch im Museum Friedland ist der Besucherservice telefonisch unter 05504/8056-200 oder per E-Mail unter besuch@museum-friedland.de zu erreichen.

Folge 4 des Museum Friedland Podcasts, die in Kooperation mit der Niedersächsischen Landesbeauftragten für Migration und Teilhabe Doris Schröder-Köpf erscheint, zeigt, dass Hilfe für geflüchtete Kinder oft in den Hintergrund gerät.

Fast die Hälfte aller geflüchteten Menschen, die seit 2015 in Deutschland eine Aufnahme gefunden haben, sind Kinder und Jugendliche. Viele von ihnen haben Traumatisches erlebt. Gleichzeitig fehlt es ihnen teils aus Unwissenheit und teils aus Scham an der passenden Unterstützung. In der aktuellen Folge des Museum Friedland Podcastes erzählen Alya, Hussein, Arafat, Mohammed und Alan, die als Kinder nach Deutschland kamen, von ihren Erfahrungen während der Flucht sowie nach ihrer Ankunft.

„Die Erfahrung von Flucht und Vertreibung ist gerade für Kinder besonders traumatisch. Leider belegen Studien, u.a. von UNICEF, dass die Bedürfnisse der Jüngsten immer noch zu wenig berücksichtigt werden,“ so Doris Schröder-Köpf. „Deswegen ist es besonders wichtig, dass sie ein besonderes Augenmerk und besondere, auf sie zugeschnittene Hilfsangebote erhalten.“

Der Podcast kann sowohl auf der Webseite des Museums, als auch überall dort, wo es Podcasts gibt, heruntergeladen werden.

Über das Museum Friedland

Das als außerschulischer Lernstandort anerkannte Museum Friedland wurde 2016 eröffnet. Es erforscht, sichert, präsentiert und vermittelt die Geschichte und Gegenwart des Grenzdurchgangslagers Friedland. Wechselausstellungen lenken in historischer und gegenwartsorientierter Perspektive zudem den Blick auf die vielschichtigen Prozesse von Abschied, Ankunft und Neubeginn im Allgemeinen sowie von Migrationspolitik, gesellschaftlicher Teilhabe, Grenzen, Identitäten und Zugehörigkeiten, Kriegsfolgen, Menschenrechten und Asyl im Speziellen.

Das Museum Friedland ist mittwochs bis sonntags zwischen 10 und 18 Uhr geöffnet. Gemäß der aktuellen niedersächsischen Corona-Verordnung ist der Besuch nach der 2G plus-Regel möglich. Für alle Fragen rund um den Besuch im Museum Friedland ist der Besucherservice telefonisch unter 05504/8056-200 oder per E-Mail unter besuch@museum-friedland.de zu erreichen.

NDR-Interview zu den Äußerungen des Hauptgeschäftsführers von NiedersachsenMetall

Der NDR hat die Landesbeauftragte für Migration und Teilhabe, Doris Schröder-Köpf, um ein Statement zu den Äußerungen des Hauptgeschäftsführers von NiedersachsenMetall in der Hannoverschen Allgemeinen Zeitung vom 14.12.2021, Volker Schmidt, gebeten.

„Die Äußerungen von Herrn Volker Schmidt habe ich mit großem Interesse gelesen. Vor einigen Monaten haben der Flüchtlingsrat Niedersachsen, die Lotto-Sport-Stiftung und ich als Landesbeauftragte die Impfkampagne „we explain for everyone“ ins Leben gerufen. Herrn Schmidt habe ich heute ein Gesprächsangebot gemacht, um Ihn über diese Kampagne zu informieren.“

Der Beitrag kann über die NDR-Mediathek abgerufen werden:

https://www.ardmediathek.de/video/hallo-niedersachsen/hallo-niedersachsen-oder-14-12-2021/ndr-niedersachsen/Y3JpZDovL25kci5kZS83MDg0OWY0My01NjJkLTRjMzYtOTZlMi1mZGMxNjQ1ODFjMjY/

Verabschiedung von Herrn Hörnschemeyer

Herr Hörnschemeyer leitete 30 Jahre lang das Grenzdurchgangslager Friedland und wird im kommenden Jahr in den Ruhestand eintreten.

„Ich möchte mich herzlichst bei Herrn Hörnschemeyer für die langjährige und sehr vertrauensvolle Zusammenarbeit bedanken. Durch Ihn ist das Grenzdurchgangslager Friedland eine Institution geworden, die Menschen einen würdevollen und respektvollen Start in der Bundesrepublik Deutschland ermöglicht. Seine Arbeit ist von unschätzbaren Wert gewesen, für die Bundesrepublik, das Land Niedersachsen, mich als Landesbeauftragte, aber vor allem für die Menschen.“

Ein Portrait über Herrn Hörnschemeyer sowie ein Rückblick auf die Arbeit der letzten 30 Jahre des Grenzdurchgangslagers Friedland können Sie hier finden: https://www.youtube.com/watch?v=-rofnpMOtZY

Niedersachsen startet Zukunftsprogramm für Kinder und Jugendliche für 25 Millionen Euro.

Kinder und Jugendliche haben besonders unter den Begleiterscheinungen der Pandemie gelitten. Durch die Kontaktbeschränkungen und den Distanzunterricht war der gewohnte Alltag größtenteils nur eingeschränkt möglich. Hierauf hat die Niedersächsische Landesregierung nun reagiert.

Am gestrigen Mittwoch hat das Land Niedersachsen den Startschluss für das Sofortprogramm „Startklar in die Zukunft“ gegeben. Ab sofort stellt die Landesregierung insgesamt 25 Millionen Euro zur Verfügung, um Aktivitäten der Kinder- und Jugendarbeit zu unterstützen und so den Kindern und Jugendlichen den Wiedereinstieg in ein unbeschwertes Leben zu erleichtern.

Seit dem 20. Oktober 2021 können in diesem Zusammenhang sowohl Kommunen als auch freie Träger der Kinder- und Jugendhilfe Fördermittel in unterschiedlichen Bereichen der Kinder- und Jugendarbeit beantragen.

„Ich freue mich sehr, dass die Landesregierung hier aktiv wird und den Familien, Kindern und Jugendlichen hilft. Insbesondere Familien, die es vor der Pandemie schon schwer hatten, wird so die Möglichkeit der Teilhabe am gesellschaftlichen Leben ermöglicht“, so die Landesbeauftragte für Migration und Teilhabe, Doris Schröder-Köpf. 

Mit den Mitteln sollen Freizeit-, Sport-, und Aktivitätsmöglichkeiten sowie Feste und Jugendplätze unterstützt werden. Darüber hinaus sollen Einrichtungen der Kinder- und Jugendarbeit digitalisiert, internationale Jugendbegegnungen gefördert und zu Kunst, Kultur und Kreativität angeregt werden.

Das Programm umfasst sechs Bausteine, für die Kommunen und freie Träger Fördermittel erhalten können: Kinder- und Jugendfeste; Schaffung von Jugendplätzen; Sprachcamps; Schwimmkurse, Spaß im Wasser, Sport- und Bewegungscamps; Kunst, Kultur und Kreativität sowie Digitalisierung der Kinder- und Jugendarbeit

Informationen zu Fördervoraussetzungen und zur Antragstellung mit den finden sich auf der Seite des Niedersächsischen Landesjugendamts www.soziales.niedersachsen.de/startklar-in-die-Zukunft/

Freundschaftskonzert – 60 Jahre deutsch-türkische Nachbarschaft

Anlässlich des 60. Jubiläums des Anwerbeabkommens der Bundesrepublik Deutschland mit der Türkei haben die Niedersächsische Landesbeauftragte für Migration und Teilhabe, Doris Schröder-Köpf, und die Föderation Türkischer Elternvereine in Niedersachsen e.V. (FöTEV) am Samstag, den 4.12.2021 zu einem Freundschaftskonzert in die Galerie Herrenhausen eingeladen. Die Veranstaltung wurde unter anderem durch die Lotto-Sport-Stiftung unterstützt. Schirmfrau der Veranstaltung war die Landesbeauftragte.

Die Veranstaltung wurde von der Vorsitzenden der FöTEV, Frau Seyhan Öztürk, eröffnet. In ihrer Rede ging Sie auf die persönliche Entwicklung der türkischen Migrantinnen und Migranten ein, die anfangs teilweise noch auf gepackten Koffern saßen, da ein langer Verbleib in der Bundesrepublik für sie nicht vorstellbar war. „Für die heutige Jugend hört sich dies wie ein Märchen an, da sich die Arbeiterinnen und Arbeiter von damals zu festen Teilen der Gesellschaft entwickelt haben“, so Öztürk. Passend schloss sie mit dem folgenden Zitat von Max Frisch ab: „Wir riefen Arbeitskräfte, und es kamen Menschen“.

In der anschließenden Rede hob Frau Schröder-Köpf die wechselseitige Beziehung der deutsch-türkischen Freundschaft hervor. „Die Erfahrungen, Erlebnisse und Emotionen, die sowohl auf deutscher als auch auf türkischer Seite in den vergangenen 60 Jahren beidseitig zu Wohlstand und Reichtum beigetragen haben, seien eine historische Leistung“, so die Landesbeauftragte. Sie führte fort: „Heute leben über 3,0 Mio. Menschen mit familiären Wurzeln aus der Türkei in Deutschland. Sie haben die Bundesrepublik mit aufgebaut, sich integriert und die Gesellschaft geprägt, sie sind zu einem wichtigen Teil der Bundesrepublik geworden und ohne sie wäre das alltägliche Leben ein anderes. Es verbindet uns alle sehr viel mehr, als uns trennt. Wir müssen an unser Verbundenheit festhalten, damit dies auch so bleibt und Rassistinnen und Rassisten keine Chance haben unsere Gesellschaft weiter zu spalten.“

Die besondere Verbundenheit zwischen beiden Ländern hob im folgenden Grußwort die Generalkonsulin der Republik Türkei, Gül Özge Kaya, hervor. Die Bundesrepublik Deutschland und die Türkei seien durch die Menschen eng und freundschaftlich miteinander verwurzelt, so Generalkonsulin Kaya.    

Das Freundschaftskonzert wurde von der deutsch-türkischen Sängerin, Ayda Kirci, und dem hannoverschen Pianisten, Helge Adam, im Rahmen ihres Musikprojektes „Anatolian goes Jazz“ durchgeführt. Gemeinsam mit den Musikern, Peter Schwebs (Kontrabass) und Dieter „Zpper“ Schmigelok“ (Schlagzeug) interpretierten sie sogenannte „Türkü-Lieder“ in westlichem Jazz.

Fotograf: Michael Wallmüller

Interreligiöser Kalender 2022 erschienen

Seit 2016 geben wir in Kooperation mit dem Haus der Religionen – Zentrum für interreligiöse und interkulturelle Bildung e.V. in Hannover – einen Interreligiösen Kalender heraus. Es freut die Landesbeauftragte für Migration und Teilhabe, Doris Schröder-Köpf, sehr, Ihnen diesen auch für das Jahr 2022 zusenden zu können.

Der Kalender verschafft Ihnen einen Überblick über die wichtigsten religiösen Feiertage der neun Religionen, die Teil dieses Interreligiösen Kalender sind. Dabei wird die religiöse Vielfalt in Niedersachsen, die unsere Gesellschaft prägt und bereichert, auf ganz wunderbare Weise veranschaulicht. Zu jeweils einem ausgewählten Feiertag finden Sie auf der Rückseite des Kalenders ausführlichere Informationen.

Wenn Sie mögen, können Sie die Kalenderdaten mit unten stehender ics-Datei (interreligiöser kalender 2022) direkt in Ihren Kalender einspeisen.